Eheringe

Eheringe symbolisieren die Gemeinschaft zweier Partner und sind traditionell Zeichen eines Versprechens der Ehe zwischen den beiden, die früher innerhalb eines Jahres durch eine Trauung herbeigeführt wurde. Der Trauung geht die Verlobung voraus und so sind die Eheringe auch als Bindeglied zu sehen. Oft werden die Ringe vor der Verlobung gekauft und sie wechseln während der Zeremonie der Trauung lediglich die Hand, an der sie getragen werden. Somit sind die Verlobungsringe ab diesem Zeitpunkt auch die Eheringe.

Eheringe wurden bereits bei den alten Griechen getragen. Damals und auch später noch bei den Römern war der Ring Frauen vorbehalten. Durch ihn wurde angezeigt, daß die Braut von ihrem zukünftigen Ehemann die Mitgift erhalten hatte. Erst später, mit der Verbreitung des christlichen Glaubens und der daran anschließenden zunehmenden Bedeutung der Eheschließung vor Gott und dem zugehörigen Ritual der Verheiratung durch einen Vertreter der christlichen Kirche, änderte sich die Bedeutung der Eheringe.

Heutzutage werden die Eheringe im deutschsprachigen Raum bis zur Hochzeit an der linken Hand und nach der Eheschließung an der rechten Hand getragen. Dies ist ebenfalls in Teilen Skandinaviens und in einigen slawischen Ländern so. Allerdings ist es in vielen anderen Ländern genau anders herum. Getragen werden die Eheringe aber immer am nach ihnen benannten Ringfinger, egal an welcher Hand der Ring denn nun zu finden ist. Die Ringform ist für das Versprechen der beiden Partner des ideale Symbol. Eheringe haben mit ihrer Kreisform weder Anfang noch Ende und symbolisieren damit die ewige Verbindung, die die Partner mit dem Versprechen der Ehe eingehen wollen. Dies ist sowohl eine recht mathematische als auch sehr religiöse Ansicht. Vielfach werden Eheringe auch mit einer Gravur ausgestattet, so daß sie für das jeweilige Paar ein unverwechselbares Einzelstück darstellen. Diese Gravur befindet sich meist an der Innenseite der Eheringe. Das Material, aus dem Eheringe bestehen ist hingegen sehr vielfältig und wird zumeist vom Geschmack und den finanziellen Verhältnissen der Träger bestimmt. Allerdings ist zu beachten, daß der hohe ideelle Stellenwert der Eheringe auch eine höhere Bereitschaft für wertvolle Ringe bedingt.